Klartext

Was sich verändert.
Und was Sie tun können.

Kein Nachrichtenticker. Ich greife die Entwicklungen auf, die Sanitätshäuser wirklich treffen — und übersetze sie in eine Frage: Was heißt das konkret für Ihren Betrieb, und wo ist der Hebel, den Sie selbst in der Hand haben?

Aktuell im Fokus

Aktueller Anlass · Juli 2026

GKV-Spargesetz: 3 % weniger — und was jetzt zählt

Was passiert

Der Bund kürzt ab 2027 pauschal 3 % der Vergütung jeder Hilfsmittelversorgung — befristet auf zwei Jahre. Gleichzeitig sind die erlaubten Preissteigerungen gedeckelt. Das Gesetz (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) hat der Bundestag am 10. Juli 2026 beschlossen.

Was das für Ihr Haus heißt

Die 3 % gehen von der gesamten Vergütung ab — nicht nur vom Produkt, sondern auch von Beratung, individueller Anpassung und Reparatur. Nach unten gekürzt, nach oben gedeckelt: kaum Spielraum, steigende Lohn-, Energie- und Materialkosten aufzufangen. Am härtesten trifft es serviceintensive und individuelle Versorgungen.

Ihr Hebel

Den Abschlag halten Sie nicht auf. Aber 3 % lassen sich zurückholen — nicht über den Preis, sondern über den Betrieb: schlankere Abläufe, saubere Dokumentation, konsequent genutzte Branchensoftware, weniger Verwaltungsaufwand. Wer 2026 vorbereitet ist, fängt 2027 souverän ab, statt in die Marge zu rutschen.

Ganze Einordnung lesen →

Zum Nachdenken

Wüssten Sie, wo bei Ihnen diese 3 % stecken?

Aktueller Anlass · Juni 2026

Pflegereform: Die 42-€-Pauschale wackelt — was das fürs Pflegebox-Geschäft heißt

Was passiert

Der Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG, Juni 2026) will die eigenständige 42-€-Monatspauschale für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (§ 40 Abs. 2 SGB XI) streichen und in ein flexibles Entlastungsbudget überführen — geplant ab 2027. Pflegegrad 1 fiele ganz heraus. Noch ist nichts beschlossen, aber die Richtung steht.

Was das für Ihr Haus heißt

Aus einer automatischen, zweckgebundenen Monatsleistung wird eine Ermessensausgabe des Kunden: Die Pflegebox konkurriert plötzlich mit Betreuungs- und Haushaltsleistungen um dasselbe Budget. Ein ganzes Kundensegment (Pflegegrad 1) fällt weg. Und das trifft Sie gleichzeitig mit dem 3-%-Abschlag bei den SGB-V-Hilfsmitteln — beide Standbeine unter Druck.

Ihr Hebel

Aufhalten können Sie es nicht. Aber Sie entscheiden, wie robust das Geschäft dasteht, wenn die automatische Einnahme zur Ermessensausgabe wird: schlanke Logistik pro Box, niedrige Prozesskosten, digitale Nachbestellung, echte Kundenbindung. Wer 2026 die Abläufe schlank und die Kundenbeziehung stark hat, verteidigt 2027 sein Geschäft — wer auf den Automatismus vertraut, verliert es still.

Ganze Einordnung lesen →

Zum Nachdenken

Wie krisenfest ist Ihr Pflegehilfsmittel-Geschäft, wenn die Pauschale kippt?

Kurz eingeordnet

Fünf Entwicklungen, die bleiben — und was sie mit Ihren internen Prozessen zu tun haben.

Demografischer Wandel

Die Zahl der Versorgungen steigt Jahr für Jahr, die Kapazitäten wachsen nicht mit. Mehr Fälle bei gleicher Mannschaft trägt nur, wenn jeder Fall weniger Reibung kostet.

Kapazität aus dem Bestand holen →

Fachkräftemangel

Auf 100 offene Stellen kommen in der Branche gerade einmal 12 Bewerbungen. Weniger Hände, gleiche Arbeit — das trägt nur, wenn die Abläufe die Menschen entlasten statt aufhalten.

Wo Ihr Team Zeit verliert →

Sinkende Margen

Kosten steigen, die Kostenträger vergüten nicht besser. Wenn der Preis kein Hebel ist, bleibt der Betrieb: Wo versickern Zeit und Geld, ohne dass es jemandem auffällt?

Die stillen Verlustpunkte finden →

Digitalisierungsdruck

Neue Anforderungen, alte Systeme. Digitalisierung entlastet erst, wenn die Prozesse dahinter stimmen — sonst digitalisieren Sie nur das Chaos und wundern sich, dass nichts schneller wird.

Erst Prozess, dann Technik →

Fehlende Transparenz

Der Betrieb läuft — aber niemand weiß genau, wie effizient. Ohne Kennzahlen steuern Sie im Nebel; die ersten Verbesserungen fangen genau dort an, wo Zahlen sichtbar machen, was das Bauchgefühl ahnt.

Klarheit über den eigenen Betrieb →

Welches Thema drückt bei Ihnen gerade?

Erzählen Sie mir, wo Sie stehen — der Rest ergibt sich.

Gespräch vereinbaren