Absetzungen über MIP: Wenn Ihr Kostenvoranschlag als „vertragslos“ gilt
Was passiert
Seit dem 1. Dezember 2025 pflegen Hilfsmittel-Leistungserbringer ihre Versorgungsgebiete direkt im MIP-Vertragsmanager der medicomp GmbH — vorher lieferten das die Verbände als Liste. Die alten Listen wurden gelöscht, neue nehmen die Kassen nicht mehr an. Die Übergangsfrist endete am 28. Februar 2026. Betroffen sind unter anderem BARMER, DAK-Gesundheit, HEK, hkk, IKK classic, Knappschaft und pronova BKK.
Was das für Ihr Haus heißt
Ohne erfasstes Gebiet hinterlegt MIP nur noch die Postleitzahl Ihrer Firmenanschrift. Jeder Kostenvoranschlag von außerhalb trifft damit auf einen vermeintlich vertragslosen Zustand und wird schon bei der Eingangsprüfung zurückgewiesen. Versorgt haben Sie trotzdem — die Absetzung kommt später. Dazu tauchen Sie in der Vertragspartner-Suche der Kassen nicht mehr auf. Nach Auswertung des Betreibers hatten nur rund 30 % der Betriebe ihre Gebiete erfasst.
Ihr Hebel
Die Pflege selbst ist ein Nachmittag Arbeit. Die eigentliche Frage ist eine andere: Diese Umstellung lief seit Dezember, und gemerkt hat man sie bei vielen Häusern erst an den Absetzungen. Stammdaten haben selten einen Besitzer — deshalb fällt ihr Verfall niemandem auf, bis Geld fehlt. Wer festlegt, wer Portale pflegt und wer Absetzungsgründe liest, sieht das nächste Mal die Ursache statt nur den Schaden.
Zum Nachdenken
Wissen Sie, welche Postleitzahlen heute für Ihr Haus im MIP hinterlegt sind — und wer bei Ihnen dafür zuständig ist?